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Hans Wilhelm Langsdorff

Hans Wilhelm Langsdorff (* 20. März 1894 in Bergen auf Rügen; † 20. Dezember 1939 in Buenos Aires, Argentinien) war ein deutscher Marineoffizier, zuletzt Kapitän zur See und Kommandant des Panzerschiffs Admiral Graf Spee.

Fotos unseres Schriftführers Jürgen Prillwitz aus Buenos Aires

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Langsdorff, Sohn eines Oberlandesgerichtsrats, legte im Februar 1912 in Düsseldorf das Abitur ab und trat zum 1. April als Seekadett in die Kaiserliche Marine ein. Nach Abschluss seiner Ausbildung diente er als Leutnant zur See im Ersten Weltkrieg und nahm unter anderem auf SMS Großer Kurfürst an der Skagerrakschlacht teil. Ab 1917 war er Kommandant von Minensuchbooten in der Nordsee.

Er wurde mit dem Eisernen Kreuz II. und I. Klasse sowie dem Hamburger Hanseatenkreuz ausgezeichnet. Nach Kriegsende erfolgte seine Übernahme in die Reichsmarine. Zunächst zur Minenräumung eingesetzt, wurde er am 1. April 1922 zum Kapitänleutnant befördert und hatte zu diesem Zeitpunkt das Kommando über die 3. Torpedobootshalbflottille inne. Anschließend war Langsdorff bis 1935 im Reichswehrministerium tätig. Während dieser Zeit absolvierte er von 1927 bis 1929 die Admiralstabsausbildung.

Als Fregattenkapitän (seit 1. September 1935) war Langsdorff dann I. Admiralstabsoffizier zunächst beim Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte, dann beim Flottenkommando. Von 1936 bis 1938 war er 1. Admiralstabsoffizier von Konteradmiral Hermann Boehm, dem - unter anderem - Kommandeur der im Spanischen Bürgerkrieg eingesetzten Seestreitkräfte. [2] Am 1. Oktober 1938 wurde er Kommandant des Panzerschiffs „Admiral Graf Spee“ im Rang eines Kapitäns zur See.[1]

Berühmt wurde Langsdorff zu Beginn des Zweiten Weltkrieges. Sein Schiff, das bei Kriegsausbruch in den Südatlantik unterwegs war, versenkte in einem mehrwöchigen Kreuzerkrieg neun englische Handelsschiffe, bevor es im Seegefecht vor dem Río de la Plata gegen drei englische Kreuzer schwer beschädigt wurde und im Hafen von Montevideo Zuflucht suchte. In diesem Gefecht wurde auch Langsdorff leicht verwundet. Da das neutrale Uruguay keine Reparatur des Schiffes erlaubte, stimmte Langsdorff mit dem Oberkommando der Marine telegraphisch ab, dass die „Admiral Graf Spee“ mit der verbliebenen Munition einen gewaltsamen Durchbruch nach Buenos Aires versuchen und beim Scheitern dieses Versuchs zerstört werden sollte. Da Langsdorff jedoch einen Ausbruchsversuch für aussichtslos hielt, befahl er, die „Admiral Graf Spee“ am 17. Dezember 1939 in der Mündung des Río de la Plata von der eigenen Besatzung versenken zu lassen, damit die hochmoderne technische Ausrüstung, insbesondere das deutsche „Seetakt“-Radar, nicht in die Hände der Briten fallen konnte. Die gesamte Besatzung des Schiffs wurde nach Buenos Aires in Argentinien evakuiert und dort interniert.

Als Konsequenz seiner Entscheidung, auf einen Kampf zu verzichten, die nicht nur im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie als Hochverrat oder Feigheit hätte gewertet werden können, sondern auch seinem Ehrenkodex als Marineoffizier widersprach, erschoss Langsdorff sich am 20. Dezember, auf der kaiserlichen Reichskriegsflagge liegend, in seinem Quartier. Unter großer Anteilnahme der einheimischen Bevölkerung wurde er von seiner Besatzung mit militärischen Ehren auf dem deutschen Friedhof von Buenos Aires beigesetzt. Auch viele britische Seeleute, deren Leben er geschont hatte, gaben ihm das letzte Geleit. [Text: Wikipedia]

 
 
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